Auf Kastanienzäune ist eben Verlass!

Unsere Staketenzäune sind aus der Edel- oder auch Eßkastanie (Castanea sativa) gefertigt, welche heute in Teilen Süddeutschlands sogar ganze Waldbestände bildet. Kastanienzäune haben Ihren Ursprung im bereits 19. Jahrhundert. Ihr großer Vorteil ist die hohe Dauerhaftigkeit des Holzes vergleichbar mit Robinie und vielen Tropenhölzern. Die Einsatzzeit wird mit 20 Jahren angegeben und dass ist ohne jeglichen chemischen Holzschutz möglich. Nach Ablauf des Gebrauchs ist die Entsorgung des Zaunes ohne Risiko möglich. Die Herstellung der Kastanienholzstaketen erfolgt auch heute noch teilweise nach traditionellen Methoden, so wird beispielsweise das Holz von Hand gespalten. Ein solcher Arbeitsgang kann auch in unserer hochtechnisierten Zeit noch immer nicht vollautomatisch durchgeführt werden, da ein geübtes Auge und gekonnter Umgang mit dem Beil unabdingbar sind um aus den unregelmäßig gewachsenen Ästen mehrere gleichmäßige Zaunlatten zu spalten.
Nach dem Spalten werden die einzelnen Zaunlatten durch verzinkten Draht miteinander zu einer Rolle verbunden. Dieser Draht gewährt durch seine Verwitterungsbeständigkeit eine sehr lange Lebensdauer. Die Abstände der einzelnen Latten betragen etwa 8 - 10cm, Engere Lattenabstände mit 4 cm sind aber auch möglich. Die Montage des Zaunes ist denkbar einfach. Die Zaunrolle wird aufgerollt und paßt sich durch die bewegliche Konstruktion sehr gut an das Gelände an. Der so verlegte Zaun wird mit Krampen an passenden Kastanienpfählen befestigt, welche vorher in gleichmäßigen Abständen von 1,50 bis 2,50 Meter in einer Tiefe von mindestens 50 – 60cm in den Boden eingeschlagen wurden. Die Lebensdauer der Pfähle kann zusätzlich noch durch einen Bitumenanstrich erhöht werden. Auf Spanndraht wie bei anderen Zäunen kann verzichtet werden.
Bewährt haben sich solche Zäune an Viehweiden, zum Verbisschutz an Bäumen und als Abgrenzung von Teichen zur Sicherung von Kindern – hier sind eventuell gesetzliche Vorschriften zu beachten. Aber auch als geschmackvolle natürliche Umgrenzung des eigenen Gartens findet der Edelkastanienzaun immer mehr Freunde, da er sich in Verbindung mit verschiedenen Kletterpflanzen wie z.b. Clematis oder wildem Wein, aber auch alternativ dazu mit Sträuchern wie der Strauchrose, Zaunrose oder anderen Arten von Kletterrosen arrangieren läßt.